Das Ende vom Lied… ist die Gelegenheit für neue Songs!

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Was ein schnulziger Titel, aber mir ist grad nix besseres eingefallen.

Aber erstmal Hallo ihr Lieben 🙂

Zunächst mal sorry für die lange Wartezeit, bin dem Begriff Blog (Internettagebuch) nicht wirklich gerecht geworden, aber dafür gibts heute einen umso längeren Beitrag (jippieee 😀 ). Und auch die nächsten Tage und Wochen werden deutlich mehr, aber wahrscheinlich kürzere Beiträge kommen, denn: Ich bin unterwegs, ab jetzt wird erstmal gereist!!

Ja ihr lest richtig. Ich habe es geschafft! Nachdem ich nun seit Ende November in der Hawkes Bay und seit dreieinhalb Monaten in Hastings bin, bin ich nun endlich abgereist. Grund des langen Aufenthaltes war ja die Arbeit, die allerdings nicht ganz so laufen wollte wie es schien. So gab es einige Wochen auf den Weinplantagen und in der Fabrik, wo ich so gut wie nichts ansparen konnte, was nicht nur depremierend, sondern vor allem Zeitverschwendung war, weil einige Wochen weniger in diesem Hostel, trotz der tollen Leute und der familären Atmosphäre, hätten auch nicht geschadet.
Dann jubelte ich über meinen neuen Job als Pfirsichsortierer, bis nach fast zwei Wochen die Pfirsichsaison zu Ende war und plötzlich alle Pfirsichtypen keinen Job mehr hatten. Ok hier hatte ich wieder etwas Glück, denn ich konnte nach nur einem freien Tag bei den Birnen anfangen, und zwar als Schäler… Naja hier konnte ich einige richtig gute Tage arbeiten, bis am Sonntag (29.03.) auch die Birnen plötzlich den Geist oder besser die Saison aufgaben. Es ist wird halt Winter… oder wie der Filminteressierte sagen würde „Winter is Coming“ 😉 . Nun hieß es wieder im Hostel rumsitzen, während Max in der Weinfabrik arbeitete. Immerhin konnte ich in der Woche vor Ostern zweimal kurz für jemand anderes einspringen, sodass ich zumindest die Miete für diese Woche verdient hatte. Dann folgte das Osterwochenende, welches hier in Neuseeland fast spurlos an mir vorbeigegangen ist. Lediglich der ein oder andere Osterhase aus Schokolade im Supermarkt erinnerte leicht an dieses Fest. Zum Glück habe ich aber zwei tolle Eltern, die mir ein megatolles Osterpäckchen geschickt haben. Neben Toffifee, Luftleeschokolade und Gummibärchen (oder eher Gummiosterhasen 🙂 ) gab es sogar zwei Ostereier. Allerdings aus Plastik, alles andere wäre wohl nicht heil hier angekommen 😉 .
Dann erfuhr ich, dass Jayson mich zurückhaben wollte. Also der Contractor, ihr erinnert euch? Wer hätte das gedacht, das ich mal gefragt werde, ob ich nicht gerne auf die Weinplantage zurückkommen will 😀 . Da die Aussichten auf Arbeit in der Watties Fabrik gering schienen, sagte ich zu und konnte so am Samstag, Ostermontag, Dienstag und Mittwoch dort arbeiten.
Am Samstag war übrigens Max abgereist.
Das hatte den Grund, da im April die Arbeit in der Weinfabrik teilweise pausiert und es daher so aussah, als könnte er dort nicht mehr wirklich weiter arbeiten. Außerdem war es an der Zeit, weiterzuziehen. Ich entschied mich dazu, eine Woche länger zu bleiben, da ich durch die freien Tage nicht genug Geld ansparen konnte, um mit einem guten Gefühl loszureisen. Am Ostersamstag (04.04.) gab es dann abends eine BBQ-Party im Hostel, auch eine interessante Variante, in den Ostersonntag zu starten.
Am Dienstag waren wir übrigens auf einem meeegageilen Vineyard. Bis jetzt der Arbeitsplatz mit der schönsten Aussicht, auf dem ich bisher gearbeitet habe. Durch und über Hügellandschaft ging es auf einen etwas größeren Hügel hinauf, auf dem ein winziger Vineyard war. Schaut euch einfach die Bilder an 🙂 .

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ein kleiner Vineyard…
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…mit einer wunderbaren…
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…Aussicht 🙂

Parallel dazu rief Anfang der Woche Watties an und fragte, ob ich nicht zum Arbeiten vorbeikommen wolle. Da hatten sie wohl allen Backpackern gesagt, es gäbe keine Arbeit mehr und nun, wo einige der festen Arbeiter krank wurden, waren die Meisten weitergereist. Da Vineyard bei dem Wetter (Sonne, aber nicht zu heiß) sehr angenehm ist und man sich außerdem bei der Arbeit unterhalten kann, entschied ich mich Anfang der Woche gegen die Fabrik. Dann allerdings folgte Regen, der dafür sorgte, dass am Donnerstag nicht auf Weinplantagen gearbeitet werden konnte. Also ging ich am Donnerstag in die Fabrik, während die Meisten im Hostel rum saßen.
Nun hatte ich also wieder ein paar gute Arbeitstage.

Parallel dazu versuchte ich, unser Auto zu verkaufen. Leider war der geforderte Preis wohl zu hoch angesetzt bzw. im Moment ist es einfach schwierig, sein Auto zu einem ordentlichen Preis zu verkaufen, weil zuviele Leute ihr Auto verkaufen wollen. Es ist vermutlich einfach nicht die Zeit, wo die Backpacker ins Land strömen… Und ohne Arbeit logischerweise erst recht nicht in die Hawkes Bay.
Naja ich war natürlich mit dem Preis etwas runtergegangen, als ich erkannte, dass niemand interessiert ist. Doch wie gesagt war bis zum Wochenende kein Käufer gefunden und so fiel der ursprüngliche Plan, Anfang nächster Woche nach Wellington zu reisen, Max einzusammeln und auf die Südinsel zu verschwinden, ins Wasser…
Also blieb ich erstmal noch im Hostel. Da das Wetter schlecht war und in der Fabrik die Leute wieder gesund wurden, konnte ich am Wochenende (um den 12.04.) und Anfang der Woche noch nicht mal arbeiten. Dafür änderte ich meine Verkaufsstrategie und hatte auch tatsächlich zwei interessante Testfahrten. Doch auch am Donnerstag (16.04.) war das Auto nicht verkauft.
Nach einer Woche ohne Arbeit und ohne Aussicht, das Auto zu verkaufen, rutschte ich in eine Scheiß-drauf-Phase. Ich musste einfach los und raus aus dem immergleichen Trott des Alltages…
Also packte ich Freitag Morgen meinen Kram zusammen (also der Entschluss wurde nicht Donnerstag, sondern bereits Dienstag gefasst, für alle die überrascht sind, wie spontan ich bin 😛 ), verabschiedete mich von allen und stellte mich an den Expressway von Hastings nach Taupo.

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der Geizhals auf großer Fahrt 😀

 

Nach 7min hat mich einer mit in die nächste Stadt genommen. Weitere 4min Warten später war ich dann auf dem Weg nach Taupo, wo ich nach knapp 2h und 158 Km später ankam. Hat sich mega gelohnt, das Geld für den Bus zu sparen. Erst war ich etwas skeptisch, weil ich um 13Uhr in den Straybus in Taupo steigen wollte, also ein Zeitlimit hatte. Aber es ging alles so schnell und reibungslos, dass ich noch über eine Stunde in Taupo Zeit hatte. Und man trifft nette Leute beim trampen (oder wie die Neuseeländer sagen würden beim hitchhiken). Die lange Tour nach Taupo bin ich mit der Frau von Mr. Apples mitgefahren 😀 Also hier gibt es eine große Fabrik, die nennt sich Mr. Apples, die Hälfte der Leute aus dem Hostel arbeitet dort. Auch ich hatte am Ende nachgedacht dort anzufangen, aber ich war da nicht so hinterher gewesen, da es nur für die letzten Tage gewesen wäre.
Naja auf jeden Fall war das die Frau vom Chef bzw. Manager. Die meinte wenn ich zurückkommen sollte, würde die mir nen Job dort besorgen 😀
na toll jetzt wo ich abreise…

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Im Hostel gibt es eine Wand, auf der jeder bei der Abreise seinen Namen schreibt. Da bin ich mal kreativ geworden. Für alle Kunstbanausen: Im ‚A‘ ist eine Neuseelandkarte, im ‚r‘ ist der Farn, das Symbol Neuseelands und das ‚i‘ ist ein Typ der Handstand macht. Und ja, mich haben zwei Mädels unabhängig voneinander gefragt, was das sein soll. Ich finde so schlecht sieht der Handstand nun auch wieder nicht aus…

In Taupo gings in den Straybus zu einer lustigen Truppe, mit der ich die nächsten Tage verbringen sollte. Dazu später mehr.
Nur soviel, erster Halt war die Blue Duck Lodge am Rande des Whanganui Nationalpark. Das Besondere: Kein Netz, zwei Tage lang! Es ist sehr entspannt zu sehen, dass man den Tag auch zusammen verbringen kann, ohne das jemand ein Handy dabei hat und ständig drauf schaut, nur um zu sehen, wer wen bei wer-kennt-wen kennt.

So ich bin also unterwegs… Ich werde dann wohl lieber einzelne kleinere Beiträge zu den Touren machen, anstatt alles in einem zusammenzufassen. Ich glaube, da komme ich den lesefaulen Lesern entgegen 😛

Noch was in eigener Sache (wobei das ja nur eigene Sachen sind oder?), ich habe eine Neuseelandkarte erstellt, auf der ich sehen kann, wo ich schon alles war und vor allem, wo ich noch nicht war. Natürlich ist die auch für euch. Einfach oben in der Leiste auf Karte klicken 😀

So und zum Schluss wollte ich eigentlich noch was Allgemeines zu Neuseeland und meiner englischen Sprache schreiben, aber der Text ist schon wieder so lang geworden, dass ich mich kaum traue weiterzuschreiben. Ich glaube ich sammel ein paar von diesen allgemeinen Sachen und bringe demnächst mal einen extra Artikel dazu raus.

Also machts gut,
euer Arvid

 

PS: Achso ganz wichtig. Ich reise zwar grad alleine, aber ich mache die nächsten Wochen die gleiche Straytour wie Max (werde ihn am 27.04. einholen). Also für alle Leser, die aus dem Bekanntenkreis/Familienkreis von Max stammen und den Blog nutzen, um über Max auf dem neuesten Stand zu bleiben: Die Bilder sind von den gleichen Orten, an denen auch Max war, nur zwei Wochen später…

 

PPS: Ich wollte es eigentlich bewusst vermeiden, über Geschehnisse aus Deutschland zu berichten, weil dies hier in erster Linie ein Blog über meine Erlebnisse in Neuseeland ist. Allerdings soll nicht der Eindruck entstehen, ich würde mich den lieben langen Tag nur um mich selbst drehen. Ich denke oft an die Familie in Deutschland und speziell an Familie Müller. Ich bin in Gedanken bei euch!
Wollt ich nur mal gesagt haben…

2 Responses

  1. Hannah Aegerter

    Wieder ein sehr schöner Artikel. Ich lese immer gerne in deinem Blog von deinen Erlebnissen.
    Also von mir aus kannst du so lange Artikel nachen, wie du willst. Ich werde nicht müde im Lesen deiner Einträge 😉
    Kann ich übrigens voll verstehen, dass du nach mehreren Monaten die Arbeit satt hast und mal wieder woanders hin magst. Ich bin gespannt auf deine nächste Arbeit.
    Liebe Grüße, Hannah
    P.S. Das ist ja wohl eindeutig ein Handstand. Nur Unsportliche können dies wohl nicht erkennen :p

  2. Ruben Aegerter

    Der Schriftzug ist doch mega cool 😀 Und ich muss es doch wissen oder? ^^ sehr schöner und eigentlich nicht zu lang geratener Artikel, immerhin weißt du wie man einen schreibt ohne dass es langweilig wird 😀 Es gibt Leute bei der Lausitzer Rundschau da lese ich immer die Beiträge zum Einschlafen ^^

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