Hastings (New Zealand)

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Hallo ihr Lieben,

heute möchte ich euch mal ein bisschen was von Hastings zeigen (Hastings New Zealand natürlich, es gibt nämlich auch eine englische Stadt gleichen Namens). Denn wir sind nun seit sechs Wochen hier und können behaupten, uns hier einigermaßen gut auszukennen.

Die letzten zwei Wochen waren weniger spektakulär. Mit Ausnahme des ersten Sonntags (08.02.). Da die zwei Magdeburger Mädels am Montag weiterreisen wollten, sind wir am Sonntag zusammen zu den Wasserfällen gefahren und wollten das heiße Wetter genießen. Trotz des Spaßes, von den Wasserfällen ins Wasser zu hopsen, sind wir nach kurzer Zeit weitergefahren, weil das Wasser an diesem Tag einfach unglaublich kalt war. Oder es kam einem an so einem heißen Tag besonders kalt vor. Aber an Bademöglichkeiten mangelt es hier ja nicht und so war die nächste Anlaufstelle ein Fluß in der Nähe, wo ein Baum darüber einen idealen Sprungturm bildete. Nach einigen Sprüngen ins Wasser bin ich dann bei einem der Sprünge sehr unglücklich aufgekommen, sodass ich ein blaues Auge davongetragen habe. Ist aber nach einer Woche wieder super gut geworden 🙂

NewImage
Es ist immer so selten ein Fotograf dabei, wenn ich Sport mache, also nutze ich die Gelegenheit und zeige mal eines der seltenen Schnappschüsse 😀

Dann hatten wir eine perfekte Woche (also über 50 bezahlte Arbeitsstunden) und ein gechilltes Wochenende.

Achso am Donnerstag ist was lustiges passiert, da bin ich einkaufen gewesen und im Supermarkt war ein Typ, der Werbung für eine neue Joghurt-Marke gemacht hat, mit Kostproben und so. Da ich bisher noch keine laktosefreien Joghurts in Neuseeland gesehen habe, habe ich ihn darauf angesprochen, aber auch er hatte keine. Nach einem kurzen Gespräch hat er dann gefragt, wo ich herkomme und ich meinte Deutschland. Und dann sagte er den einen Satz, den man hier bei gefühlt jedem zweiten Neuseeländer hört: „Ach Deutschland, da habe ich schon mal gearbeitet.“
Hää? warum haben die alle schon mal in Deutschland gearbeitet? Wenn man da mal im Urlaub war ok, aber gleich für mehrere Jahre arbeiten?
Naja schon irgendwie witzig 🙂

Ach und mir ist in der Factory wieder ein krasses Zahlenbeispiel aufgefallen. Und zwar hatten wir am Donnerstag (12.02.) Premium Weinflaschen, die NZ$150 wert sind. Also später im Laden dann denke ich mal, sonst wären sie ja noch teurer. Da ich die Flaschen vom Band in Holzkisten gepackt habe, habe ich also einiges an Wert bewegt. Hab dann mal ausgerechnet, wieviel so die Flaschen an Wert hatten, die ich an dem einen Tag rumgetragen habe. Wir haben zu zweit über 80 Kisten gemacht, also jeder über 40 im Schnitt. Da in jede Kiste 370 Flaschen passen und jede Flasche wie gesagt NZ$150 wert ist, sind das mal eben über schlappe 2 Millionen Dollar. Gar nicht schlecht für so nen Arbeitstag 😉

Das Wochenende hab ich dann mal genutzt um ein paar Bilder für euch zu machen.

Einfahrt zur Lyndon Road
Einfahrt zur Lyndon Road
Lyndon Road, im Hintergrund Te-Mata-Peak, in der Häuserreihe rechts ist unser Hostel
Lyndon Road, im Hintergrund Te-Mata-Peak, bei den Häusern rechts ist unser Hostel
Einfahrt zum Hostel
Einfahrt zum Hostel

Bilder vom Hostel Innen werde ich ein andermal posten.

Schafe in der Innenstadt ;-)
Schafe in der Innenstadt 😉
Eine vereinsamte Bahnstrecke gibt es auch
Eine vereinsamte Bahnstrecke gibt es auch

Damit es nicht nur bildrig wird noch ein paar Fakten zur Stadt:
Die Stadt hat fast 70.000 Einwohner und ist berühmt für die Menge an Früchten, die aus der umliegenden Region kommen und dieser den Namen „Fruit bowl of New Zealand“ gegeben haben. Neben den vielen verschiedenen Früchten ist Hastings bzw. das Gebiet um Hastings einer der Zentren der neuseeländischen Weinindustrie.
Wie so ziemlich jede Stadt in Neuseeland wurde auch Hastings ziemlich oft von Erdbeben heimgesucht. Das letzte mit Stärke 5.9 liegt allerdings bereits 7 Jahre zurück. Außerdem ist Hastings eine der wärmsten Städte Neuseelands (Durschnittstemperatur im Januar soll 26 Grad sein, Rekord in ganz Neuseeland). Und ist rund 19 Km vom Meer entfernt.
So und jetzt bin ich zu faul noch mehr aus dem Wikipedia-Artikel zusammenzufassen. Wen es interessiert kann ja mal HIER klicken.

So und jetzt einfach mal ein paar Bilder aus der Innenstadt:

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Straße, Te-Mata-Peak im Hintergrund
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Es gibt ziemlich viele Kreisverkehre in Hastings…

 

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…und ich meine wirklich VIELE
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sehr eigene Straßenlaternen…
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…und Parkbänke 🙂
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Schienen führen mitten durch den Springbrunnen im Zentrum der Stadt
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Maori-Figur im Park

 

Was sehr stört ist die konstante Öffnungszeit der Läden und Banken bis 16.30Uhr bzw. 17.00Uhr. Da unsere Schicht erst 16.30Uhr endet, ist es fast unmöglich, noch irgendetwas zu besorgen (außer Lebensmittel). Echt Mist!

Sonnenuntergang
Sonnenuntergang

Die letzte Woche war dann leider nicht mehr so perfekt, nachdem wir Montag und Dienstag arbeiten konnten, mussten wir Mittwoch leider aussetzen, weil am Montag Neue eingelernt wurden in der Fabrik und diese am Tag darauf die Chance bekamen, zu arbeiten.

eine grüne Stadt
eine grüne Stadt

Dafür sind wir dann am Mittwoch nochmal auf den Te-Mata-Peak gefahren und haben etwas die freie Zeit genoßen, auch wenn der Verzicht auf das Geld sehr schmerzt. Das ist eben der Nachteil, wenn du wenige Tage sehr lange arbeitest, dann ist jeder verlorene Tag umso schlimmer.
Und Donnerstag gings leider nur aufs Vineyard, lediglich Max konnte in der Fabrik arbeiten.

Schnappschuss :D
Schnappschuss 😀
nochmal zwei Bilder...
nochmal zwei Bilder…
...von der hammergeilen Aussicht
…von der hammergeilen Aussicht
und natürlich eins von mir :P
und natürlich eins von mir 😛

Einer der Hauptgründe für die Fahrt auf den Berg war das Testen unseres Autos. Es gab nämlich seit einiger Zeit ein Kühlwasserproblem, also das Kühlwasser wurde weniger nach besonders intensiven Fahrten wie Berg auf. Grund des Verlustes war zum Glück kein Leck, sondern die Überhitzung des Motors, die das Wasser zum Kochen und damit zum Überlaufen brachte. Also hin zum Mechaniker, der meinte, der Radiator (keine Ahnung wie das in deutsch heißt, halt da wo die Frischluft durchzieht) verstopft sei. Also hin zum Radiator-Spezialisten, der uns das Ding gereinigt hat und daher wollten wir es am selben Tag noch testen und sind den Berg hoch. Und siehe da, der Motor überhitzt nicht mehr und das Kühlwasser bleibt wieder normal. Damit konnten wir nun unser Auto wieder in Ordnung bringen und können ohne Bedenken in unseren Roadtrip starten.

Heute am Freitag war ich wieder in der Weinfabrik, konnte 10 Stunden arbeiten und habe fürs Wochenende noch eine Flasche Wein bekommen. Das ist doch mal fair 😀

So… soweit der aktuelle Stand,
morgen gehts in unseren zweiten Roadtrip,
seid lieb gegrüßt,
euer Arvid

PS: Als Abschluss noch ein paar Bildchen 😉

auch Neuseeländer haben Geschmack
auch Neuseeländer haben Geschmack 😉
so sieht neuseeländische Werbung aus :D
so sieht neuseeländische Werbung aus 😀
einfach mal so...
einfach mal so…

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