Mokoroa Falls und Glowworms

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Hallo Leute,
nun arbeiten wir schon seit fast zwei Wochen hier im Gewächshaus bei der Wwoof-Familie und es kommt einem so kurz vor, weil die Tage so unglaublich schnell vergehen.
Am Tagesablauf hat sich eigentlich nix geändert, sodass wir einen festen Arbeitsrythmus haben und ab 14.30/15 Uhr frei haben. Die freie Zeit (bis etwa 18Uhr, denn dann ist Abendessen vorbereiten angesagt), nutzen wir entweder zum Ausruhen, also zum Film schauen, Internet surfen oder zum Lesen (vor allem die Kinderbücher hier sind ziemlich cool, weil man das Englisch flüssig lesen kann ohne ständig über ein Wort zu stolpern, was man nicht kennt 😉 ) oder um auch mal was zu unternehmen.
So waren wir vorletzten Freitag, also am 31.10. (dem 75. Geburtstag meines Großvaters), bei den Mokoroa Falls. Hierbei handelt es sich um Wasserfälle, die hier mitten im Urwald ihr Dasein fristen und mithilfe eines kleinen Wanderweges erreicht werden können. Zusammen mit den drei anderen Wwoofern (die übrigens Theresa, Daniel und Stella heißen) sind wir dort hin gebracht worden. Ja den Hinweg hatten wir per Auto, dafür mussten wir den Rückweg laufen, weil das Auto nicht verfügbar war. Aber wer läuft nicht gerne mal knapp 2 Stunden nach Hause?
Aber es hat sich alle mal gelohnt. Die Wege erinnern an Urwald und nach einiger Zeit öffnet sich dann der Blick auf die Wasserfälle. Ziemlich cool.

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Wanderweg
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Blick von oben auf den größten der Wasserfälle
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drumherum Urwald

Und dann gab es sogar einen Weg nach unten, sodass wir direkt zu den Wasserfällen hingehen konnten.

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man musste den Fluss überqueren, um zum Wasserfall zu gelangen
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das nenn ich doch mal Natur 😀
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Wasserfall von unten
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mit mir 😀
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noch mehr Wasserfall
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sieht doch echt nice aus 😉

 

Das Wetter hat auch super mitgespielt, da kann man sich hier echt nicht beklagen. Es gibt hier nämlich schon einige Tage in der Woche, an denen es regnet, aber immer nur dann, wenn es einem eigentlich egal ist 😀
Am Tag danach, also Samstag, haben wir abends eine Tour durch den Wald gemacht. Uns wurde nämlich von einer Stelle im Wald erzählt, an der ganz viele Glowworms (Arachnocampa, nicht zu verwechseln mit den deutschen Glühwürmchen) sein sollen. Also ab in die Gummistiefel und rein in den Wald. Da die Taschenlampen den Weg erhellt haben, wären wir dann fast an den Glowworms vorbei gelaufen. Ist ziemlich beeindruckend, wenn alles dunkel ist und vor dir ist die Wand voller leuchtener Punkte.
Danach gings noch ne Runde quer durch den Wald, ein wenig im Dunkel die Umgebung erkunden.
Sonntag sind dann Theresa und Daniel abgereist, sie waren bereits über eine Woche da, als wir kamen.
Am Mittwoch ist dann auch Stella abgereist, sodass wir nun zu zweit sind mit den Eltern und den beiden Kindern.
An diesen Tagen, also Dienstag und Mittwoch, haben wir jeweils mehr gearbeitet, um den Donnerstag frei machen zu können. Wir sind nämlich nach Henderson, einer Stadt in der Nähe, gefahren und haben dort ein wenig eingekauft und vor allem das kostenlose Wlan in der Bibliothek genoßen. Denn aufgrund des mobilen Internets ist der Umgang mit dem Internet auf Komunikation und Google beschränkt. Kein Stream, kein Youtube, kein Internetradio. Kostet alles zuviel Datenmenge. Aber es geht ja auch so, krass oder?
Achso da muss ich noch von einer Begegnung in der Bibliothek erzählen. Ich wollte was drucken und dazu muss man sich an einen der Rechner dort setzen und auf drucken drücken. Dann muss man allerdings noch zum Hauptrechner laufen und dort den Druckbefehl bestätigen, vorher passiert nix. Da ich das am Anfang verpeilt habe, hab ich einen Mitarbeiter gesucht und habe einen alten (mitte 60 vielleicht) Bibliothekar gefunden wie man ihn aus dem Film kennt 😉 Und siehe da, nach einem kurzen Gespräch stellt sich herraus, dass er viele Jahre in Berlin bei den Philharmonikern gespielt hat. Wie klein doch die Welt ist 🙂
Außerdem haben wir in der Bibliothek noch nach Jobs gesucht und Bewerbungen rausgeschickt.
Da wir allerdings erst im Dezember anfangen wollen, haben uns die meisten geschrieben, dass dies noch zu lang hin ist. Man solle sich eine Woche vorher nochmal melden. Die meisten Arbeitgeber suchen eben ihre Arbeitskräfte kurzfristig, weil sie dann besser wissen wieviele sie brauchen und es ja trotzdem genug Leute gibt, die auch kurzfristig anfangen mit arbeiten.
In dieser Hinsicht müssen wir also etwas Geduld haben.
So das wars für Heute, ich wünsche euch einen schönen Sonntag (Den man hier leider nicht merkt, da die Familie kein Stück religiös ist und daher auch heute wie gewohnt gearbeitet wurde).

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so sieht die …
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… Umgebung aus

PS: Noch ein Wort zum Abendessen. Am Freitag gab es Fish&Chips und dabei haben wir zum ersten Mal die „Fischstäbchen“ selbst gemacht. Also nicht wie gewohnt, Käptn Iglo aus der Tiefkühltruhe, sondern richtiges Filet paniert und gebraten. Und wie bei so vielen Dingen hier ist es so viel einfacher als man es gedacht hatte. Zumindest hatte ich immer gedacht, dass es sehr umständlich ist. Tja und am Tag davor gab es Schnitzel. Superlecker 😀 Warum ich das erzähle? Weil die Zitronen dafür direkt aus dem Garten kommen 🙂

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Zitronenbaum im Garten

2 Antworten

  1. Stephan

    Und ich frage mich jetzt natürlich, was dieser arme Musiker verbrochen haben muss, dass er in die verbannung ans andere Ende der Welt geschickt wurde, wo er nun als Bibliotheksdwarf mit langem weißen Bart und Nickelbrille ein Schattendasein fristet. Einfach mal in die Generalpause gehupt oder doch Karajan in einem pikanten Moment in der Besenkammer erwischt? Oder er wurde einfach mal bei einer Konzertreise auf der Insel vergessen.

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